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 Jonathan Rhys Meyers

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Vishous
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BeitragThema: Jonathan Rhys Meyers   Mo Jun 09, 2008 11:04 pm




Jonathan Rhys Meyers (eigentlich Jonathan Michael Francis O'Keeffe, * 27. Juli 1977 in Dublin) ist ein irischer Theater- und Filmschauspieler.

Biografie
Kindheit und Ausbildung [Bearbeiten]Jonathan Rhys Meyers erblickte 1977 als Jonathan Michael Francis O'Keeffe im irischen Dublin das Licht der Welt. Da Rhys Meyers mit einem Herzleiden auf die Welt kam, wurde er sehr schnell getauft, da man vermutete, dass er nicht lange zu leben hätte. Er verbrachte mehrere Monate im Krankenhaus. Ein Jahr nach seiner Geburt zog seine Familie nach Cork, in den Südwesten des Landes. Als Jonny, wie er von seiner Familie und Freunden genannt wird, drei Jahre alt war, verließ sein Vater die Familie. Rhys-Meyers hat noch drei jüngere Brüder namens Jamie, Alan und Paul.

Nach einer sehr turbulenten Kindheit wurde Jonathan Rhys Meyers im Alter von 16 Jahren der Schule verwiesen. Sehr viel Zeit verbrachte er daraufhin in Billardhallen, wo er von einem Talentsucher von Hubbard Casting entdeckt wurde. Es folgte ein Vorsprechen für John Robarts Abenteuerfilm The War of the Buttons (1994); er verlor die Hauptrolle des Fergus jedoch an Gregg Fitzgerald. Nachdem Rhys Meyers den Traum von einer schnellen Karriere als Schauspieler aufgegeben hatte, bekam er die Hauptrolle für einen Werbespot des Suppenherstellers Knorr. Seine Bedenken, dass diese Rolle seiner Filmkarriere schaden könnte, erwiesen sich als unberechtigt. 1994 feierte er mit einer Nebenrolle in Suri Krishnammas Tragikkomödie A Man of No Importance sein Schauspieldebüt, u. a. neben so etablierten britischen Mimen wie Albert Finney, Brenda Fricker und Michael Gambon.


Die erste Hauptrolle [Bearbeiten]Jonathan Rhys Meyers erste Hauptrolle folgte im Jahr 1996 in Sue Claytons Drama Auf der Suche nach Finbar. Die Dreharbeiten fanden im schwedischen Teil Lapplands statt, in dem während der Dreharbeiten die Schneeschmelze einsetzte. Die Dreharbeiten mussten deshalb um ein halbes Jahr verschoben werden. Während Rhys Meyers wieder in seine Heimatstadt Cork reiste, erhielt er in Irland eine Nebenrolle in Neil Jordans Historiendrama Michael Collins. In dem Film, in dem der 1,78 m große Schauspieler einen jungen Mörder verkörperte, war er u.a. an der Seite von Liam Neeson, Julia Roberts und Ian Hart zu sehen. Darauf folgte Alberto Sciammas Horrorfilm The Killer Tongue, der in Madrid gedreht wurde. Rhys Meyers selbst hasste seine Rolle und spielte so miserabel, dass er nach der Hälfte der Drehzeit entlassen wurde, um in Lappland Auf der Suche nach Finbar zu Ende zu drehen. Im selben Jahr folgte die Nebenrolle in Nicolas Roegs TV-Film Die Bibel: Samson und Delila. Für die zwei Szenen, in denen er den jungen Samson mimte, war Rhys Meyers extra nach Marokko geflogen.

Nach Stephen Poliakoffs Drama The Tribe mit u. a. Joely Richardson und Jeremy Northam flog Jonathan Rhys Meyers 1997 in die USA, um in Kalifornien an den Dreharbeiten zu Die Macher teilzunehmen. In dem Drama von Regisseur Tim Hunter war er als Adoptivkind Josh zu sehen, das gemeinsam mit seinen Freunden in kleinere Verbrechen involviert ist. In Vorbereitung auf die Rolle musste Rhys Meyers sich in zehn Tagen einen amerikanischen Akzent aneignen. Die nächsten zwei Jahre verbrachte der Schauspieler damit, fern von seiner Heimat Irland Filme zu drehen, so u.a. den Krimi B. Monkey und die männliche Hauptrolle in dem Drama The Governess zu verkörpern, in dem er an der Seite von Minnie Driver den romantischen Helden mimte.


Durchbruch mit Velvet Goldmine [Bearbeiten]Der Durchbruch gelang Jonathan Rhys Meyers 1998 in Todd Haynes Velvet Goldmine. In dem Drama verkörpert er mit dem bisexuellen Rockstar Brian Slade eine Figur, die an den Sänger David Bowie angelehnt ist. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere stirbt die exzentrische Pop-Ikone den Bühnentod, um seine verschiedenen Alter Egos verschwinden zu lassen. Seitdem ist der Sänger Brian Slade von der Bildfläche verschwunden, was zehn Jahre später einen Journalisten (gespielt von Christian Bale) auf den Plan ruft, um den Fall wieder aufzurollen und Slades ehemaligen Freunde zu besuchen. Für den Film, in dem er sehr freizügig an der Seite von Ewan McGregor agierte, war Rhys Meyers ein Jahr später bei den London Critics Circle Film Awards als bester britischer Newcomer des Jahres nominiert.

Nach Velvet Goldmine war Jonathan Rhys Meyers abwechselnd in Film- und TV-Produktionen zu sehen. Zu seinen TV-Arbeiten zählten u.a. die populäre Hauptrolle in Andy Wilsons im Jahr 2000 produzierter Mysteryserie Gormenghast über den Aufstieg und Fall eines fiktiven Königreichs ebenso wie der Part des George Amberson Minafer in Alfons Araus TV-Film The Magnificent Ambersons, der auf dem gleichnamigen Kinofilm Der Glanz des Hauses Amberson aus dem Jahr 1942 von Orson Welles basiert. Auf der Kinoleinwand war Rhys Meyers in so unterschiedlichen Produktionen wie dem Bürgerkriegsdrama Ride with the Devil (1999) von Ang Lee an der Seite von Tobey Maguire, dem Independentstreifen Prozac Nation (2001) mit Christina Ricci, der erfolgreichen britischen Fußballkomödie Kick It Like Beckham an der Seite von Keira Knightley und Parminder Nagra und in Mira Nairs Kostümdrama Vanity Fair – Jahrmarkt der Eitelkeiten zu sehen.


Aufstieg als Elvis Presley [Bearbeiten]Im Jahr 2003 spielte Jonathan Rhys Meyers eine Nebenrolle in der mit dem Golden Globe und Emmy preisgekrönten TV-Produktion The Lion in Winter, ein Remake des gleichnamigen Dramas aus dem Jahr 1968. Hier agierte er an der Seite von u. a. Patrick Stewart und Glenn Close als junger französischer König Philip von Frankreich. 2004 folgte eine Nebenrolle in Oliver Stones Historienepos Alexander, in dem er in der Rolle des Cassander zu sehen war. Der Film floppte an den Kinokassen und wurde für sechs Goldene Himbeeren nominiert, ein Filmpreis, der die schlechtesten Produktionen des Jahres auszeichnet. Erfolgreicher war Jonathan Rhys Meyers ein Jahr später in der Rolle als "Elvis Presley" in James Steven Sadwiths Fernseh-Miniserie Elvis. Für sein Porträt vom Aufstieg und Fall des berühmten Musikers wurde er 2005 für einen Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie nominiert und ein Jahr später mit dem Golden Globe ausgezeichnet.

Jonathan Rhys Meyers zählt mittlerweile zu den talentiertesten Nachwuchsschauspielern in Hollywood, obwohl er laut einer früheren Aussage die Schauspielerei nicht liebt und sie für ihn nur die Möglichkeit darstellte, „der Straße“ und dem Gefängnis fernzubleiben. 2005 folgte Woody Allens Thriller Match Point, ein Jahr später war er in Mission: Impossible 3 an der Seite von Tom Cruise und Ving Rhames zu sehen. 2008 erhielt er für seine Interpretation des englischen Königs Heinrich VIII. in der Fernsehserie Die Tudors – Mätresse des Königs den Irish Film and Television Award sowie eine weitere Golden-Globe-Nominierung.

Privat wohnt der Schauspieler immer noch im irischen Cork. Er besitzt außerdem Appartements in Marokko und London. Jonathan Rhys Meyers ist außerdem ein talentierter Musiker und Sänger, der die traditionelle irische Musik bevorzugt. Er interpretierte selbst auch einige Musikstücke in seinem Erfolgsfilm Velvet Goldmine. 1996 agierte Rhys Meyers, der sich auch als Fotomodell sein Geld verdiente, in dem Theaterstück Dark Blood.


Filmografie (Auswahl)
1994: A Man of No Importance
1996: Michael Collins
1996: The Killer Tongue (La lengua asesina)
1996: Auf der Suche nach Finbar (The Disappearance of Finbar)
1996: Die Bibel – Samson und Delila (Samson and Delilah) (TV)
1997: Der Macher (The Maker)
1998: Velvet Goldmine
1998: The Governess
1998: The Tribe (TV)
1998: B. Monkey
1999: Wer mit dem Teufel reitet (Ride With the Devil)
1999: Titus
2000: Gormenghast (Fernsehserie)
2001: Prozac Nation
2001: Tangled
2002: The Magnificent Ambersons (TV)
2002: Kick it like Beckham (Bend It Like Beckham)
2003: The Lion in Winter (TV)
2003: Octane – Grausamer Verdacht (Octane)
2004: Vanity Fair – Jahrmarkt der Eitelkeiten (Vanity Fair)
2004: Alexander
2005: Elvis (TV)
2005: Match Point
2006: Mission Impossible 3
2007: Der Klang des Herzens (Louis Conelly)
2007: Die Tudors – Mätresse des Königs (The Tudors, TV)

Auszeichnungen
Emmy [Bearbeiten]2005: nominiert als Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie für Elvis

Golden Globe
2006: Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder Fernsehfilm für Elvis
2008: nominiert als Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama für Die Tudors – Mätresse des Königs

Weitere Internationale Filmfestspiele von Cannes

2005: Chopard Trophée
Irish Film and Television Award

2008: Bester Hauptdarsteller – Fernsehen für Die Tudors – Mätresse des Königs
London Critics Circle Film Awards

1999: nominiert als Bester britischer Newcomer des Jahres für Velvet Goldmine
Satellite Awards

2005: Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für Elvis

Weblinks [Bearbeiten]Jonathan Rhys Meyers in der Internet Movie Database (englisch)
Biografie in der NNDB
Interview über The King auf emol.org (auch als Video-Datei im QuickTime-, Windows-Media- oder RealMedia-Format)
Personendaten
NAME Rhys Meyers, Jonathan
ALTERNATIVNAMEN O'Keeffe, Jonathan Michael Francis
KURZBESCHREIBUNG irischer Schauspieler
GEBURTSDATUM 27. Juli 1977
GEBURTSORT Dublin

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Rhys_Meyers“
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